6 Motivations-Tipps bei Lernfrust

LernfrustJeder hat mal einen schlechten Tag und Lernfrust, auch Kinder. Da ist es ganz okay, in seltenen Fällen mit einer Entschuldigung für nicht erledigte Hausaufgaben auszuhelfen. Zur Regel darf das aber nicht werden. Wenn Ihr Kind immer häufiger über Unlust beim Lernen und langweilige Hausaufgaben jammert, helfen diese Tipps gegen Durchhänger beim Lernen.

Tipp 1 bei Lernfrust: Lernstrategie ändern

Ihr Kind sitzt immer mit Heft und Füller am Schreibtisch? Die Informationen nimmt es über das Lesen auf, und versucht sie sich so zu merken? Verändern Sie die Lernstrategie. Um eine Idee für seinen Aufsatz zu bekommen, kann Marius beispielsweise mit verbundenen Augen 20 Wörter in einem Buch antippen. Zehn davon wählt er aus und baut eine Geschichte darum.

 Tipp 2 bei Lernfrust: Lernort verändern

Nicht nur am Schreibtisch, sondern auch auf dem flauschigen Teppich im Wohnzimmer zu leiser Musik lässt es sich arbeiten. Ideen für einen Aufsatz entstehen ebenso bei einem Spaziergang oder in der Badewanne. Fragen Sie Ihr Kind, an welchem Platz es sich besser konzentrieren kann und lassen Sie es sich beweisen.

Tipp 3 bei Lernfrust: Positive Grundeinstellung schaffen

Um einen Durchhänger zu überwinden, sollte Ihr Kind etwas machen, was ihm gut tut und seine Laune hebt. Gemeinsam eine Runde zum Lieblingslied tanzen, sich Witze erzählen oder kitzeln macht so gute Laune, dass auch das Arbeiten am Aufsatz wieder möglich wird. Mit einem Lachen gelingt es viel leichter, das gut gelaunte Kind für eine weitere Runde Hausaufgaben zu begeistern.

Tipp 4 bei Lernfrust: Belohnungen und Lob

Ab und zu darf ein Kind für seine Anstrengung auch eine Belohnung bekommen, besonders wenn es im Motivationsloch sitzt und noch einen Berg von Arbeit vor sich hat. „Du schreibst den Aufsatz und ich erledige auch meine Arbeit. Wenn wir beide fertig sind, gehen wir zusammen Einkaufen und du darfst dir eine Belohnung aussuchen.“



Tipp 5 bei Lernfrust: Lernziel benennen

Im täglichen Lern-Einerlei vergisst Ihr Kind sicher immer wieder, warum es eigentlich lernt. Auch bei Grundschülern kann es Sinn machen, ab und zu darüber zu sprechen. Greifen Sie Vorbilder Ihres Kindes auf und sprechen Sie über deren Werdegang. Vielleicht ergibt sich so auch ein Thema für den Aufsatz. Auf jeden Fall steigt die Motivation, wenn Ihr Kind mit dem Lernen ein Ziel verfolgt.

Tipp 6 bei Lernfrust: zeitliche Begrenzung

Überschaubare Zeiträume machen die Hausaufgaben attraktiver. Begrenzen Sie die Lernzeit in der Grundschule auf maximal eine Stunde. Hat Ihr Kind dann nicht alles geschafft, bekommt es eine Notiz ins Aufgabenheft. Je länger Kinder am Schreibtisch sitzen, desto mehr lehnen sie das Arbeiten ab. Die längere Zeitspanne führt nicht zu einem schnelleren erledigen der Aufgaben.

Zusatz-Tipp für Lesemuffel

Wenn Ihr Kind nicht gerne lesen übt, eignet sich die Schnitzeljagd! Schreiben Sie ca. 10 Sätze auf verschiedene Zettel, die Sie überall in der Wohnung verstecken. Auf jedem neuen Fund steht der Hinweis für den nächsten Suchort. Am Ende winkt eine kleine Belohnung.