Deo-Challenge und Co: Wie TikTok Trends dein Kind bedrohen

In der Vergangenheit haben Kinder und Jugendliche oft Mutproben gemacht, um Anerkennung zu finden. Heute sind es gefährliche Online-Herausforderungen wie die Deo-Challenge, die sie dazu verleiten. Als Eltern von Schulkindern solltest du wissen, dass diese Trends nicht harmlos sind und oft zu ernsthaften Verletzungen führen können.

Die Popularität von Social-Media-Plattformen wie TikTok hat zu einer neuen Welle von Herausforderungen und Trends geführt, die oft riskant und gefährlich sind. Es ist wichtig, dass du dir dieser Trends bewusst bist und mit deinem Kind oder Jugendlichen über die potenziellen Risiken sprichst.

Eltern aufgepasst: Die dunkle Seite von TikTok-Challenges

Digitale Trends, insbesondere auf Plattformen wie TikTok, haben das Risiko solcher Herausforderungen erhöht. Aktuelle Beispiele sind die „Hot-Chip-Challenge“ oder die „Deo-Challenge“. Hierbei sprühen sich Jugendliche Deodorant direkt auf die Haut oder atmen es sogar ein, trotz des Schmerzes und der Gefahr, die damit verbunden ist.

Deo-Challenge

Experten warnen eindringlich vor solchen Herausforderungen. Das Einatmen von Deodorant kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen, und das direkte Auftragen auf die Haut kann zu schweren Verbrennungen führen, die in extremen Fällen sogar eine Hauttransplantation erfordern könnten. Das Einatmen von Deo wird von Fachleuten als besonders riskant eingestuft. Einige Inhaltsstoffe könnten das Gehirn dauerhaft schädigen und unmittelbar nach dem Inhalieren zu Ohnmacht führen.

Schütze dein Kind vor gefährlichen Online-Herausforderungen wie der Deo-Challenge

Es gibt bereits Berichte über ernsthafte Verletzungen und sogar Todesfälle in Verbindung mit dieser speziellen Deo-Challenge. Es ist daher unerlässlich, dass du mit deinem Kind über die Risiken solcher Online-Trends sprichst und es ermutigst, kritisch über die Inhalte nachzudenken, die es im Internet sieht. Die Polizei schlägt sogar schon Alarm wegen Todesfällen im Zusammenhang mit der „Deo-Challenge“ oder der Hot-Chop-Challenge. Besonders besorgniserregend ist, dass es in Deutschland bereits mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit dieser Challenge gab, darunter ein Jugendlicher aus Schleswig-Holstein.

Rechtswidrige und gefährliche Trends

Leider gibt es immer wieder neue gefährliche Herausforderungen auf TikTok, die Kinder und Jugendliche zu riskantem Verhalten verleiten. Es ist wichtig, dass du als Elternteil informiert bleibst und deinem Kind hilfst, sichere Entscheidungen im digitalen Raum zu treffen. Bleib am Ball und informiere dich regelmäßig.

TikTok-Challenges geraten immer wieder in den Fokus der Kritik, da sie Jugendliche zu gefährlichen oder sogar rechtswidrigen Handlungen anstiften. Ein weiteres Beispiel ist die Blackout-Challenge, bei der Jugendliche sich selbst strangulieren, bis sie das Bewusstsein verlieren.

Deo-Challenge

Tipps für dich und dein Kind

Einige Tipps, um mit deinem Kind oder Jugendlichen über gefährliche TikTok-Challenges zu sprechen:

  1. Offene Kommunikation: Beginne das Gespräch, indem du Interesse an dem zeigst, was dein Kind oder Jugendlicher online tut. Frage nach den aktuellen Trends und Herausforderungen, die es gesehen hat oder an denen es teilnehmen möchte.
  2. Bildung: Erkläre die physischen und psychologischen Risiken, die mit bestimmten Herausforderungen verbunden sind. In diesem Fall könntest du über die Gefahren von Kälteverbrennungen und das Einatmen von Chemikalien sprechen.
  3. Kritisches Denken fördern: Ermutige deinen Jugendlichen, kritisch über die Inhalte nachzudenken, die er oder sie online sieht. Frage, warum sie denken, dass eine bestimmte Challenge populär ist und welche Konsequenzen sie haben könnte.
  4. Peer-Druck: Diskutiere über den Druck, „cool“ zu sein oder Trends zu folgen, und erinnere dein Kind daran, dass seine Sicherheit immer Vorrang haben sollte.
  5. Alternative Aktivitäten: Ermutige deinen Jugendlichen, andere kreative Wege zu finden, sich auszudrücken und Spaß zu haben, die nicht riskant oder gefährlich sind.
  6. Medienkompetenz: Es ist wichtig, dass dein Kind oder Jugendlicher versteht, dass nicht alles, was er oder sie online sieht, sicher oder eine gute Idee ist. Medienkompetenz kann ihm helfen, Inhalte kritisch zu bewerten und informierte Entscheidungen zu treffen.
  7. Überwachung: Während es wichtig ist, den Datenschutz und die Unabhängigkeit von Jugendlichen zu respektieren, solltest du dennoch ein Auge darauf haben, welche Inhalte sie konsumieren und mit wem sie interagieren.

Nicht alles ist schlecht

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle Inhalte auf TikTok oder anderen Social-Media-Plattformen schädlich sind. Viele sind kreativ, lehrreich und unterhaltsam. Dein Ziel sollte jedoch sein, deinen Jugendlichen zu ermutigen, sicher und verantwortungsbewusst online zu agieren.