neue Medien

Neue Medien

Spiele auf Smartphones, Computern und Tablet-PCs (sogenannte neue Medien) machen den meisten Jungen und Mädchen großen Spaß. Doch ungebremster und unkontrollierter Mediengebrauch kann zu Spielsucht, Kontaktarmut, Ausgrenzung oder verarmtem Sozialverhalten führen und besonders bei Kindern große Schäden verursachen. Die unaufhörliche Weiterentwicklung der Medienlandschaft hat uns in diesem Jahrtausend  bereits eine große Vielfalt von modernen Produkten und ihren Möglichkeiten beschert. Mit der Folge, das es in Deutschland kaum noch ein Kind gibt, das ohne Computer, Handy oder Spielekonsole aufwächst.

WhatsApp, TikTok, Instagram…digital ist überall.

Neue Medien: Wie gehen wir selber damit selber um?

Der Umgang mit den neuen Medien ist eine Gradwanderung für Eltern, die selber inzwischen oft schon mit der schönen, neuen Medienwelt aufgewachsen sind. Sie müssen Ihr Kind vor möglichen negativen Folgen schützen, ohne die positiven Errungenschaften der modernen Informationsgesellschaft zu verdammen – und sie müssen zunehmend ihr eigenes Handeln hinterfragen. Qualifizierte Unterstützung durch Medienpädagogen und ausgebildete Fachleute wäre wichtig. Trotzdem wird ein Schulfach Medienkompetenz noch immer kontrovers diskutiert und ist bisher nicht in Sicht. Momentan sind Sie als Eltern also noch auf sich alleine gestellt bei der Vermittlung der so wichtigen Medienkompetenz.

Kinder brauchen Anleitung und Kontrolle

Beobachten Sie aufmerksam, welche Medien Ihr Kind nutzt. Sprechen Sie über Spiele, Apps und Filme. Wissen Sie, was es im Fernsehen ansieht, welche Videospiele es mag und was es mit seinem Smartphone anstellt? Das sollten Sie unbedingt, denn nur daran können Sie erkennen, welchen Stellenwert diese Angebote für Ihr Kind haben und wie kompetent es sie bereits nutzt. Neue Medien sind spannend, unterhaltsam, hilfreich und können die Kreativität fördern.

Lassen Sie sich auf die Wege Ihres Kindes in den digitalen Medien ein, um zu erkennen, wohin sie Ihr Kind führen. Urteilen Sie nicht vorschnell und pauschal: „Diese Serie ist doch totaler Mist! Bei dem Videospiel lernst du nichts! Diese Internetseite ist verwirrend und lenkt dich nur vom Lernen ab!“ Versuchen Sie stattdessen sich klarzumachen, was zu einem verantwortungsbewussten Medienumgang gehört.

Diese 5 Schritte helfen, Ihr Kind zu verstehen

1. Erinnern Sie sich an Ihre eigenen frühen Erfahrungen mit Medien, den ersten Kinobesuch, die ersten Spielfilme oder die ersten Videogames. Vielleicht empfindet Ihr Kind ähnlich, wenn es sein erstes Handy bekommt oder im Internet surfen darf.

2. Lassen Sie sich die Lieblingsspiele oder Internetseiten Ihrer Kinder erklären und versuchen Sie, die Faszination vorurteilsfrei nachzuvollziehen.

3. Erkennen Sie, wozu Ihr Kind die einzelnen Medien nutzt. Manches dient dem Entspannen, anderes der Kontaktaufnahme oder dem Zeitvertreib oder auch der Information.

4. Beobachten Sie Ihren eigenen Umgang mit den Medien kritisch. Können Sie für ein gutes Gespräch auf eine spannende Sendung verzichten?

5. Gelingt es Ihnen Ihrem Kind zu vermitteln, dass Medien auch kreativ genutzt werden können. Zum Beispiel mit dem PC aus digitalen Fotos Bücher zusammensetzen oder eine einfache Musiksoftware ausprobieren.