
Dein Kind sitzt am Küchentisch und schreibt. Vor ihm liegt kein Heft, sondern ein Tablet, flach auf der Tischplatte, und darüber hängt es mit krummem Rücken wie über einer Suppenschüssel.
Und irgendwo im Hinterkopf meldet sich das schlechte Gewissen. Sollte da nicht eigentlich Papier liegen?
Die Studie verglich gar nicht Bildschirm gegen Papier
Fast immer wird an dieser Stelle dieselbe Untersuchung zitiert. Ruud van der Weel und Audrey van der Meer von der Universität Trondheim haben 36 Studierenden Hauben mit 256 Sensoren aufgesetzt und per EEG gemessen, was im Gehirn passiert, während sie Wörter aufschreiben oder tippen. Ende Januar 2024 erschien das Ergebnis in Frontiers in Psychology.
Es fiel deutlich aus. Beim Schreiben mit der Hand verknüpften sich Regionen, die für Sehen, Sprachbildung und Bewegung zuständig sind, weitaus stärker miteinander als beim Tippen. Und genau diese Vernetzung, so van der Meer, sei entscheidend dafür, sich Inhalte zu merken.
Nur steht in fast keiner Zusammenfassung, womit die Teilnehmer geschrieben haben. Nämlich mit einem digitalen Stift auf einem Touchscreen. Die Studie hat also nie Bildschirm gegen Papier verglichen, sondern Stift gegen Tastatur. Und der Stift gewann, obwohl er auf Glas schrieb.
Der Winkel entscheidet, ob dein Kind krumm sitzt
Damit verschiebt sich die Frage. Sie lautet nicht mehr, ob dein Kind an einem Bildschirm sitzen darf, sondern ob es dort schreibt oder nur tippt.
Und wenn es schreibt, wird plötzlich etwas ganz Banales wichtig. Ein Gerät, das flach auf dem Tisch liegt, ist ein miserabler Schreibuntergrund. Kein Mensch legt ein Heft flach hin und beugt sich darüber, Schulbänke waren jahrzehntelang aus gutem Grund schräg gebaut. Beim iPad Pro 13 aus dem Jahr 2025 mit M5-Chip kommt dazu, dass es ein großes und nicht eben leichtes Gerät ist, das beim Schreiben nicht verrutschen darf. Wer für sein Kind eine Hülle für das iPad Pro 13 aussucht, sollte deshalb weniger auf die Farbe achten als darauf, ob sich damit ein flacher Schreibwinkel einstellen lässt und ob das Ganze auf dem Tisch stehen bleibt.
Van der Meers Warnung gilt der Bewegung, nicht dem Gerät
Ehrlich bleiben gehört allerdings dazu. Van der Meer warnt durchaus vor Tablets, und zwar mit einem konkreten Beispiel. Kinder, die Schreiben und Lesen auf einem Tablet gelernt haben, könnten Schwierigkeiten bekommen, spiegelbildliche Buchstaben wie b und d auseinanderzuhalten. Sie hätten mit ihrem Körper nie gespürt, wie es sich anfühlt, diese Buchstaben zu formen.
Lies das genau. Die Warnung gilt dem Fehlen der Bewegung, nicht dem Bildschirm. Ein Kind, das Buchstaben mit einem Stift zieht, spürt sie sehr wohl, ob auf Papier oder auf Glas. Ein Kind, das sie antippt, spürt nichts.
Dazu gehört auch die Einordnung, dass an der Untersuchung 36 Menschen teilnahmen, und zwar Erwachsene. Das ist eine kleine Stichprobe, und die Forschenden selbst plädieren ausdrücklich nicht für eine Rückkehr in eine Zeit ohne Tablets. Sie fordern nur, dass Kinder weiterhin von Hand schreiben.
Der Stift braucht einen festen Platz
Womit wir beim unspektakulärsten Punkt wären, an dem in der Praxis trotzdem alles hängt. Ein Stift, der lose in der Schultasche liegt, ist innerhalb einer Woche verschwunden. Und ein Stift, der nicht da ist, wird nicht benutzt.
Deshalb lohnt beim Samsung Galaxy Tab S11 Ultra der Blick auf Varianten mit einer festen Halterung dafür. Eine schlanke Hülle für das Tab S11 Ultra mit Stiftschlaufe wiegt kaum mehr und sorgt dafür, dass der Stift dort ist, wo das Gerät ist. Klingt nach einer Kleinigkeit und entscheidet doch darüber, ob dein Kind schreibt oder tippt.
Die Technik im Gerät ist am Ende nicht der Punkt. Es geht darum, was die Hand dabei tut.
