Klassenarbeiten

9 Punkte Plan für Klassenarbeiten

Im gesamten Schuljahr werden viele Klassenarbeiten und Tests geschrieben, und das kann enorm stressig werden. Obwohl Eltern jedes Jahr über die Anhäufung von Klassenarbeiten klagen und sich eine Entzerrung wünschen, ist der Leistungsdruck unvermindert hoch.  Nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern und Lehrkräften, geht manchmal einfach “die Puste” aus.

Zeitdruck und Terminhäufung

Besonders, wenn Tests wir VERA oder IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung) hinzukommen. Immer wieder kann es im Schuljahr dann eng werden.

Schuld an der Terminflut sind oft die späten Sommerferien. Bis zum Ende des Halbjahres (Ende Januar) ist nur wenig Zeit, um alle Arbeiten unterzubringen. Nach den Winterferien Mitte Januar bleibt kaum eine Möglichkeit, noch einen Test zun schreiben. Also werden alle Arbeitstermine noch in den Dezember gelegt. In Kombination mit zahlreichen Weihnachtsveranstaltungen in Schule, Verein und Beruf wird die Zeit zum Lernen extrem knapp. Ein gutes Zeitmanagement kann jetzt helfen.

Klassenarbeiten

Erste Hilfe-Plan bei Klassenarbeiten

Mit den folgenden Tipps kann Ihr Kind den Arbeitsstress recht gut überstehen. Gehen Sie die Punkte Schritt für Schritt durch. Nutzen Sie dann die Schritte, bei denen Sie noch Verbesserungspotenzial erkennen. Ihr Kind profitiert nicht nur jetzt von den Tipps, sondern kann und wird sie auch im kommenden Halbjahr effektiv einsetzen können.

1. Vor dem Einschlafen Kernsätze wiederholen

Angst ist kein guter Ratgeber. Wenn Ihr Kind also voller Panik von der bevorstehenden Arbeit erzählt, müssen Sie es erst mal beruhigen.
Vermitteln Sie ihm dann, dass der Nachmittag noch lang ist, und sie gemeinsam für die Arbeit lernen werden. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Anstrengungsbereitschaft auf jeden Fall lobenswert finden, egal wie die Arbeit letztendlich ausfällt.

2. Das richtige Arbeitsumfeld wählen

Stellen Sie sicher, dass der Nachmittag störungsfrei verlaufen kann. Bevor Sie mit dem eigentlichen Lernen anfangen, sollten mögliche Unterbrechungen und Störfaktoren beseitigt werden. Ist Ihr Kind noch verabredet? Mag es eine bestimmte Serie besonders gerne und guckt sie täglich? Wollte noch ein Handwerker vorbei kommen, die Freunde der Geschwister oder ein Nachbar zum Plaudern? Versuchen Sie diese Unterbrechungsfaktoren entweder ganz zu unterbinden, in dem Sie den Personen absagen, oder bauen Sie zu den geplanten Besuchs- oder Fernsehzeiten bewusst Pausen ein.

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Angst vor der Klassenarbeit?

3. Sich einen Überblick verschaffen

Da die Zeit bis zur Arbeit extrem knapp ist, sollten Sie keine Zeit durch das Lernen der falschen Inhalte verschenken. Viele Kinder rätseln lieber etwas rum, wühlen in ihren Arbeitsbüchern und -unterlagen und stellen Vermutungen über die Aufgaben an, als einen guten Mitschüler, um Hilfe zu bitten.

Sollte Ihr Kind nicht genau wissen, um welche Fragen es in der Klassenarbeit geht, verschenken Sie keine Zeit mit Vermutungen und Spekulationen. Rufen Sie den oder die Klassenbeste an und lassen Sie sich genau über die Arbeit informieren.

4. Den Lernstoff in sinnvolle Portionen einteilen

Lassen Sie Ihr Kind die verschiedenen Themen für die Arbeit benennen. Bilden Sie auf dem Arbeitstisch verschiedene Häufchen, Ablagen oder Stapel zu den einzelnen Themengebieten. Hat Ihr Kind eine bewährte Lerntechnik, die es anwenden kann?

Geht es in einer Arbeit beispielsweise um Grammatik, so bekommt jede Regel einen eigenen Platz. Nutzen Sie ruhig den gesamten Raum dazu, lassen Sie die Regel aufschreiben, legen Sie eine Regel auf die Fensterbank, eine auf den Fußboden und eine wird an die Wand gepinnt.

5. Zeitmanagement

Diese Lernportionen teilen Sie nun gemeinsam mit Ihrem Kind auch zeitlich ein. Pro Lerneinheit sollten Sie 20 Minuten Zeit einplanen, da dies eine gute Konzentrationsspanne für Kinder ist. Die richtige Zeiteinteilung zu finden ist nicht immer leicht.

Oft verschätzt man sich, weil eine Einheit doch umfangreicher ist als gedacht. Trotzdem sollte der Plan eingehalten werden, weil sonst die letzten Einheiten zu kurz kommen.

6. Reihenfolge und Ähnlichkeitshemmung beachten

Beginnen Sie mit interessanten oder leichten Einheiten, denn so kann sich Ihr Kind „aufwärmen“ und gleichzeitig einen Energieschub erhalten. Schließen Sie das Lernprogramm ebenfalls mit einer leichten Übung ab.

Zu Beginn des Lernens sollte ein Kind motiviert werden durch einen sichtbaren und schnellen Erfolg. Das Gefühl „Ich kann das schaffen!“ hilft beiden Parteien, das Lernprogramm auch durchzuführen.

7. Die Merkfähigkeit steigern

Sehr oft geht es in der Schule darum, sich viele Informationen einzuprägen. Sei es beim Vokabeltest, bei der Geschichtsarbeit, bei der Lateingrammatik oder in Mathematik und Deutsch. Auswendiglernen ist um so einfacher, je höher der persönliche Bezug und das eigene Interesse zu den Daten ist.

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Gut vorbereitet – Klassenarbeit kein Problem!

8. Kernsätze formulieren

Versuchen Sie mit Ihrem Kind nach jeder Lerneinheit kurz das Wichtigste in einem Kernsatz zusammenzufassen. Notieren Sie diese Kernsätze jeweils auf einem eigenen Blatt, farbig, in großer Schrift.

9. Vor dem Einschlafen Kernsätze wiederholen

Lernen heißt auch Wiederholen, denn selbst die schlausten Gehirne und die motiviertesten Kinder brauchen Wiederholungsschleifen, um die Lerninhalte wirklich auch langfristig zu behalten.

Um Verunsicherungen zu vermeiden, sollte der Morgen vor der Arbeit für solche Wiederholungen oder sogar für neue Lerninhalte tabu sein. Der dadurch entstehende Druck und Stress bewirken lediglich, dass die Aufregung in Lern- oder Wissensblockaden umschlagen kann.