Einschulung vorbereiten

Einschulung vorbereiten

So können Sie Ihr Kind bis zur Einschulung unterstützen

Damit der Start in die Schule gut gelingt, benötigt Ihr Kind eine Reihe von Kompetenzen und Fähigkeiten. Die meisten davon hat es ganz selbstverständlich im Laufe seiner Kindheit bereits entwickelt und im Kindergarten oder zuhause weiter ausgebaut. So können Sie die Einschulung vorbereiten.

Ihr Kind kann laufen, hüpfen und rennen, es nimmt Kontakt zu anderen auf, kann sich unterhalten oder seine Wünsche und Vorstellungen äußern. Manche dieser Fähigkeiten sind jedoch besser ausgeprägt als andere.

Das ist nicht schlimm. Es kann aber auch nicht schaden, wenn Sie in den letzten Monaten vor der Einschulung Ihr Kind mit Spielen und anderen Aktivitäten dazu anregen, seine Fähigkeiten weiter auszubauen.

Einschulung vorbereiten

Sie Sie sind unsicher, ob Ihr Kind bereit für die Einschulung ist?

Fragen Sie beim Schularzt, dem Kinderarzt und beim pädagogischen Fachpersonal des Kindergartens nach, ob eine zusätzliche Förderung durch Logopäden, Ergotherapeuten oder andere Fachleute notwendig oder hilfreich wäre.

Manchmal genügen einige wenige Termine, um einem Kind den Weg zu einem neuen Entwicklungsschritt zu ebnen. Beachten Sie aber auch, dass nicht alle zurückgestellten Kinder auch einen besonderen Förderbedarf haben. Manche Kinder entwickeln sich einfach etwas langsamer als andere, sind sogenannte „Spätzünder“ und müssen nicht gleich in besondere Förderprogramme eingebunden werden.

Sie benötigen einfach etwas mehr Zeit, um die für den erfolgreichen Schulbesuch notwendige „Schulfähigkeit“ zu erreichen. Bieten Sie Ihrem zurückgestellten Kind vielfältige Anregungen, interessieren Sie es für Bücher und Experimente und fördern Sie seine sozialen Kontakte.

Einschulung vorbereiten: Das können Sie mit Ihrem Kind täglich üben

Sprachentwicklung zur Einschulung

  • lassen Sie Ihr Kind ausreden
  • sprechen Sie langsam und deutlich
  • lassen Sie zu Bilderbüchern erzählen
  • fordern Sie zum Sprechen auf
  • spielen Sie Spiele, bei denen Ihr Kind etwas erklären muss

visuelle Wahrnehmung zur Einschulung

  • Farben erkennen und Gegenständen zuordnen
  • Eigenen Namen schreiben
  • Formen erkennen, Dreieck, Kreis, Rechteck
  • Formen nachzeichnen
  • Formen ergänzen
  • “Ich sehe was, was du nicht siehst” spielen

auditive Wahrnehmung zur Einschulung

  • nach Musik tanzen
  • Rhythmus mitklatschen
  • Reime nachsprechen
  • Wörter nach Silben gliedern

Mengenauffassung üben zur Einschulung

  • Mengen bis 3 erkennen, zum Beispiel auf dem Würfel
  • Mengen einkreisen, z.B. auf einem Bild mit Kreisen

Feinmotorik üben zur Einschulung

  • Zum Malen und Ausschneiden anhalten
  • Figuren zeichnen
  • Legosteine aufeinander bauen oder Schrauben mit Muttern versehen
  • Formen ausmalen

Mit diesen Spielen bereiten Sie die Einschulung vor

Auge-Hand Koordination fördern

Aus bunten Pfeifenreinigern, im Kreativmarkt als „Biegeplüsch“ in vielen Farben und Stärken erhältlich, lassen sich viele verschiedene Figuren formen. Denken Sie sich etwa 20 verschiedene Figuren aus, die aus den Pfeifenreinigern entstehen können und zeichnen Sie diese auf einzelne Karten. Diese dienen Ihrem Kind als Vorlage für den Nachbau. Natürlich kann sich Ihr Kind auch eigene Figuren ausdenken und diese auf eine Karte zeichnen.

Mundmotorik fördern

Viele Kinder sprechen vor dem Schuleintritt nicht deutlich. Sie nuscheln, verschlucken Silben oder Endungen und reden viel zu leise. Grobe Sprachfehler können durch eine logopädische Behandlung korrigiert werden, aber oft ist das gar nicht nötig. Die folgenden Übungen helfen Ihrem Kind beim deutlichen Sprechen.

  • Luftballons aufblasen
  • harte Brotkrusten kauen
  • Seifenblasen pusten
  • Wattebällchen über den Tisch blasen
  • Getränke mit Strohhalmen trinken
  • mit der Zunge schnalzen

Wörter hüpfen

Für Ihr Kind ist es nicht selbstverständlich, dass ein Satz aus mehreren Wörtern besteht. Mit dem folgenden Spiel kann Ihr Kind ein Gefühl für die Bestandteile eines Satzes, die Wörter, erlangen:

Sprechen Sie Ihrem Kind einen Satz vor, erst mit zwei, dann mit drei, dann mit vier, dann mit fünf oder sechs Wörtern. Nun soll Ihr Kind erraten, aus wie vielen Wörtern dieser Satz besteht. Dazu kann es beispielsweise bei jedem Wort in die Luft hüpfen, in die Hände klatschen oder einen kleinen Ball in die Luft werfen. So bekommt es ein Gefühl dafür, wo das eine Wort endet und das andere beginnt. Das Spiel können Sie auch mit Silben machen, wenn Ihr Kind Wörter eindeutig erkennt. Bei diesen Übungen sollten Sie Ihr Kind aber nicht korrigieren, es geht lediglich darum, ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln. Die Feinheiten lernt es dann in der Schule.