Handy Kind

„Mein Kind braucht sein Handy, basta!“

Lara ist letztens beim Stadtbummel vor einen Laternenmast geknallt und Sven hat einen Fahrradunfall gehabt, weil er beim Treten unbedingt eine eingehende Nachricht lesen musste. So what? Das wird beiden vermutlich nie wieder passieren. Ich denke, besser jetzt als mit 18 hinter dem Steuer. Eine Beule lässt sich verkraften, ein Loch im Kopf eher nicht.

Meine Kinder beherrschen ihre Handys

Okay, Lara und Sascha hatten also kleine Unfälle. Das steht auf der Minus-Seite, kein Widerspruch. Aber Lara kann fantastische Tier Videos drehen, ganz ohne Equipment, und Sascha ist mit seinen Radler-Tipps eine große Nummer bei YouTube. Beide sind an ihr Smartphone quasi „angekettet“, aber dafür sehen sie niemals fern, können sich überall in Sekundenschnelle orientieren und haben Kontakte in der ganzen Welt.

Meine Kinder brauchen ihr Handy, basta!

Sie tippen und sprechen ihre Nachrichten schneller als ich gucken kann. Nachhilfe? Brauchen sie nicht, es gibt ja Erklärvideos. Teure Fotoausrüstung? Unnötig, die Handykameras sind erste Sahne. Regale voller Bücher oder CDs? Alles auf der Speicherkarte oder zum Streamen im Netz. Immer dabei, immer aktuell, supergünstig.

Das Handy ersetzt die klassischen Medien

Meine Kinder sind mediensüchtig, haben zu wenig Bewegung und keine Freunde? Unsinn! Sie integrieren ihr Handy in den Alltag, es ist ihr Wecker, ihr Notizbuch, ihr Telefon, ihr Fotoapparat, ihre Taschenlampe, ihr Navi und ihr Fotoalbum. Und natürlich – nicht zu vergessen – ihr Lexikon. Meine Kinder wissen immer, wie sie an Informationen kommen. Da staunt Opa, aber Oma lächelt und macht es längst genauso.

Medienkompetenz – dann klappt´s auch mit dem Handy

Klar, es gibt Fragen, Nachteile und Herausforderungen. Das ist aber überall so. Wir lernen, damit umzugehen. Fake News erkennen meine Kinder inzwischen, sie brauchen nicht ständig das neuste Handymodell und mobben lassen sie sich auch nicht. Stattdessen organisieren sie mit Gleichgesinnten Diskussionsforen zu aktuellen Fragen, unterstützen Umweltprojekte und teilen Lebensmittel, damit diese nicht vernichtet werden müssen.