Wie geht Lerntherapie eigentlich?

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Lerntherapie oder nicht?

In vielen Familien kommt mal der Zeitpunkt, wo die Schule Sorgen macht. Die Noten werden schlechter, das Kind verliert die Motivation und ein schwieriger Teufelskreis aus negativer Erwartungshaltung und negativen Leistungen kommt in Gang. Gar nicht so leicht, hier einen Ausweg zu finden. Doch genau dafür sind Lerntherapeuten da. Bei einem (meist kostenlosen) Beratungsgespräch wird genau hingeschaut. Hier ist Zeit, mit oder ohne Kind, ausführlich über die Situation zu sprechen.
Im Anschluss an diese erste Bestandsaufnahme wird gemeinsam entschieden, wie es weitergehen kann. Denkbar ist ein Testverfahren, um sicher festzustellen, ob eine Teilleistungsstörung wie Legasthenie oder Dyskalkulie vorliegt. Denkbar ist auch, dass nur leichte Probleme zu einer Förderung zu Hause oder einer kurzen Nachhilfe führen.
Natürlich kann sich auch herausstellen, dass ein Kind eine Lerntherapie benötigt. Diese können Eltern dann ganz einfach privat bezahlen und damit direkt starten. Oder die familie versucht, über das örtliche Jugendamt eine Kostenerstattung für eine Lerntherapie zu bekommen. Das ist aufwendig, aber in vielen Fällen auch erfolgreich.
Für eine Kostenübernahme benötigt das Kind
– eine gesicherte Diagnose über Legasthenie oder Dyskalkulie- ein ärztliches Gutachten über das Vorliegen oder Drohen einer seelischen Behinderung
– eine schulische Beurteilung mit Auflistung der bisherigen Fördermaßnahmen
– das letzte Zeugnis
Mit diesen Unterlagen kann dann beim zuständigen Jugendamt ein formloser Antrag auf Übernahme der Kosten für eine Lerntherapie nach KJHG § 35a gestellt werden.
Dann muss abgewartet werden…