Dieser Störfaktor macht Gute Lehrkräfte wahnsinnig

Das nervt mich wirklich!

Unterricht in der Schule verläuft nicht immer reibungslos. In jeder Klasse gibt es zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem Verhalten das Unterrichtsgeschehen beeinflussen. Nicht immer positiv! Keine Frage, dass Lehrerinnen und Lehrer manchmal extrem genervt von dem Störfaktor sind. Doch was stört die Pädagoginnen und Pädagogen am meisten?

Probleme gibt es häufig in Schulklassen

Ein grundsätzliches Problem ist die Unterschiedlichkeit der Kinder oder Jugendlichen. Der Leistungsstand kann sich stark voneinander unterscheiden. Doch es gibt noch andere Faktoren, die das Unterrichten in der Klasse erschweren.

  • Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie
  • Kinder mit überaktivem Verhalten oder ADHS
  • Kinder und Jugendliche, die sich am Unterricht nicht beteiligen
  • Kinder und Jugendliche, die vom Lernstoff überfordert sind
  • Kinder und Jugendliche, die hochbegabt sind und sich im Unterricht langweilen
  • Kinder und Jugendliche mit privaten Problemen
  • Kinder und Jugendliche mit starken Konzentrationsschwierigkeiten

Der größte Störfaktor ist noch nicht dabei

Alle diese Verhaltensweisen können in der Klasse enorm störend sein. Ganz bestimmt ist die ein oder andere Lehrkraft davon auch ziemlich genervt, doch es geht noch schlimmer. Schwache Schüler können gefördert werden, hochbegabte Schüler können zusätzliche Aufgaben erhalten und Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsstörungen profitieren von speziellen Therapien. Doch was stört Lehrerinnen und Lehrer am meisten? Was macht sie wahnsinnig und verdirbt ihnen den Spaß am Unterrichten?

Störfaktor
Impulsiv, unaufmerksam und unkonzentriert?

Experten und Fachleute sind sich einig

Am schlimmsten ist es für Lehrkräfte, wenn ihr Unterricht ständig gestört wird. Kinder und Jugendliche, die in der Stunde impulsiv hereinrufen, ohne sich zu melden, sind ein echter Konzentrationskiller und mega Störfaktor. Auch das wiederholte Aufspringen, Herumlaufen und Geräusche machen macht Lehrkräfte verrückt. Dieses Verhalten bewirkt, dass die sorgfältig vorbereiteten Unterrichtskonzepte ständig unterbrochen und nicht durchgeführt werden können. Störenfriede bewirken, dass

  • die anderen Kinder und Jugendlichen permanent abgelenkt werden
  • die Konzentrationsfähigkeit aller reduziert wird
  • die Lehrkräfte den roten Faden verlieren
  • die Motivation, sich erneut auf das Thema einzulassen, immer weiter sinkt

Störenfriede binden viel Energie

Diese Störenfriede erreichen, dass sich alle mit Ihnen befassen müssen. Ein Ignorieren ist meistens nicht möglich, denn sie sitzen ja nicht still in der Ecke, sondern machen sich lautstark bemerkbar. Das nervt nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch die Mitschülerinnen und Mitschüler. Außerdem gehört es zum Aufgabengebiet der Pädagoginnen und Pädagogen, sich um alle Schüler intensiv zu bemühen. Also auch um die Störenfriede – hier meldet sich nicht selten das schlechte Gewissen. Wenn die Energie allerdings nur noch in diese Kinder und Jugendlichen fließt, bleibt für die anderen nicht mehr viel übrig.

Das Verhalten der Lehrkräfte ist nachvollziehbar

In der Schule kann der Unterricht nur reibungslos funktionieren, wenn er störungsfrei durchgeführt werden kann. Ein, zwei oder drei Kinder mit Besonderheiten können von den Pädagoginnen und Pädagogen in der Regel aufgefangen werden. Sind diese jedoch vom Verhalten her auffällig, laut und permanent störend, ist das nicht mehr möglich. Um den Unterricht für alle zu garantieren, ist für diese Kinder und Jugendlichen eine zweite Fachkraft notwendig. Diese konzentriert sich alleine darauf, dass auffällige Verhalten Schritt für Schritt zu reduzieren. Im Extremfall verlässt sie mit dem Kind oder dem Jugendlichen die Klasse.

Schulen brauchen mehr Personal und Geld

Wie bei vielen Themen rund um die Schule, zum Beispiel der Digitalisierung oder der Betreuung, ist auch beim Thema verhaltensauffällige Störenfriede die Finanzdecke dünn. Zusätzliche Fachkräfte, die positiv auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen einwirken und deren Verhalten langfristig ändern können, werden kaum finanziert. Erst bei extremen Verhaltensauffälligkeiten kann über das Jugendamt eine Unterstützung angefordert werden. Die ganz normalen Störenfriede werden von dieser Regelung nicht erfasst.

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